˄
Erfahrungen und persönliche Eindrücke
Portraits unserer Absolventen 2016

Prozesse steuern – und weiter verbessern

Andreas Neuhauß, QM-Beauftragter und Interner QM-Auditor
C QualitätsmanagementK März 2016
Kurzporträt
Name:
Andreas Neuhauß
Alter:
52
Wohnort:
Heilbad Heiligenstadt
Erlernter Beruf:
Industriekaufmann
Berufstätigkeit:
Financial Analyst
Arbeitgeber:
Bundy Refrigeration GmbH
Aufstiegsziel:
Viel ist Andreas Neuhauß in seinem Berufsleben herumgekommen. Eine Menge hat er bewegt. Und noch mehr will er erreichen: Durch die Lehrgänge Beauftragter für das Qualitätsmanagement IHK und Interner QM-Auditor IHK am TA Bildungszentrum sieht sich der 52-Jährige bestens vorbereitet, um die Qualitätsentwicklung seines Unternehmens voranzubringen.
„Das beste Konzept funktioniert nicht, wenn die Mitarbeiter nicht einbezogen werden“, hat Andreas Neuhauß in seiner langen Berufspraxis festgestellt. Er meint, dass in jedem Betrieb erhebliches Potenzial schlummert, das geweckt werden will – sinnvoll geplant und sorgsam umgesetzt. „Wer den Ist-Zustand kennt und verbessern will, der muss von unten ansetzen“, sagt er. Und so will der Financial Analyst beim weltweit agierenden Kühlgeräte-Zulieferer Bundy Refrigeration das Qualitätsmanagement angehen, unter Einbeziehung der Kollegen und mit möglichst umfangreicher Sachkenntnis. Das Unternehmen plant die Einführung von Six Sigma, einem Managementsystem zur Prozessverbesserung. Dabei wird Andreas Neuhauß mitwirken – nicht zuletzt dafür sammelte er bei seinen Lehrgängen am TA Bildungszentrum wertvolle Erfahrungen.

Zahlreiche Projekte vorangebracht

Der verheiratete Vater von zwei Kindern arbeitete nach einer Lehre zum Industriekaufmann als Sales Controller in Hamburg und München, studierte dann an der Uni Göttingen. „Ich wusste, dass ich mich breiter aufstellen will.“ Es folgten prägende Zeiten bei mittelständischen und großen Unternehmen wie der Deutschen Bahn, Sartorius-Stedim, Faurecia oder Hexal. Andreas Neuhauß brachte Projekte voran, war Mitbegründer von Joint-Ventures, gründete eine Tochtergesellschaft. Bei Faurecia initiierte er eine Wissensplattform für die Entwicklung von Autositzen. Die innovativen Ideen umzusetzen kostete einiges an Zeit – durch die heimatnähere Tätigkeit beim jetzigen Arbeitgeber bleibt nun etwas mehr davon für die Familie.

Solche Schulungen
sollte man
immer wieder machen.

Ausruhen wird sich der Wahl-Thüringer dennoch nicht: „Wenn ich in der strategischen Qualitätsentwicklung entscheidend mitmischen will, brauche ich aktuelle theoretische Kenntnisse.“ Das Studium liegt lange zurück. „Ich wusste vieles nicht mehr.“ Also eine Weiterbildung. Durch eine Internetrecherche kam er schnell zur TA, nach telefonischer Beratung meldete er sich am TA-Standort Göttingen für den Lehrgang Beauftragter für das Qualitätsmanagement IHK an. Er analysiert: „Prima erreichbar durch die A7 und den ICE-Bahnhof. 13 Frauen, sieben Männer in der Gruppe.“ Aber auch weichere Faktoren würden im Soll-Ist-Vergleich eindeutig für die TA als Bildungsanbieter im Vergleich zu anderen sprechen. „Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, vor allem unsere Lerngruppe.“

Wissen aktiviert und ausgebaut

Es sagte ihm so sehr zu, dass er gleich für den Anschluss den ergänzenden Lehrgang zum Internen QM-Auditor IHK in Hameln buchte. Schließlich habe er sich gerade im Lernprozess befunden. Dort wieder hineinzufinden sei kein Problem gewesen. „Das Hintergrundwissen schläft dann irgendwo in den grauen Zellen und wird wieder aktiviert“, sagt der 52-Jährige schmunzelnd. Nicht allein das Zertifikat habe den Ausschlag gegeben, die Weiterbildungen zu absolvieren. „Das war natürlich auch gut. Aber im Beruf zu wissen, worauf es ankommt, das ist noch viel wichtiger für mich.“
Beim Lehrgang in Hameln (sieben Männer, eine Frau) wurde viel zusammen gelernt. „Und das bereitet mir eben gerade Spaß, sonst könnte ich das ja auch per Fernkurs absolvieren.“ Sich gegenseitig ein bisschen „anzustacheln“ sei einfach eine schöne Sache. Man versuche dabei nicht, besser als andere zu sein, sondern gemeinsam das Prüfungsziel zu erreichen. Andreas Neuhauß zieht eine durchweg positive Bilanz: „Solche Schulungen sollte man immer wieder machen.“
 
Familienvater und erfolgreicher Wirtschaftsspezialist: Andreas Neuhauß (52) aus Heiligenstadt