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Erfahrungen und persönliche Eindrücke

Portraits unserer Absolventen 2015

Aus der Landespolitik in die freie Wirtschaft

Abendform, Teilzeit, berufsbegleitend: Dagmar Kreutel absolvierte das Studium Wirtschaftsfachwirt IHK.
C Wirtschaft & DienstleistungK März 2015
Erfahrungsbericht vom TA Bildungszentrum: Dagmar Kreutel (Wirtschaftsfachwirt IHK) Kurzporträt
Name:
Dagmar Kreutel
Alter:
41
Wohnort:
Bad Münder
Aufstiegsziel:
Dagmar Kreutel hat schon viele Erfahrungen im Berufsleben gemacht, war in öffentlichen Verwaltungen und in der Politik aktiv. Bei ihrer jetzigen Tätigkeit lastet noch mehr Arbeit und Verantwortung auf ihren Schultern – mit der Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin IHK fühlt sie sich für die Zukunft allerdings bestens gewappnet.
„Um mich kaufmännisch zu verbessern, muss noch was kommen“, dachte sich Dagmar Kreutel im vergangenen Jahr. Sie erkundigte sich beim TA Bildungszentrum, hatte aber schon vorher von der Akademie gehört. Sie besuchte eine Infoveranstaltung, ließ sich Broschüren zuschicken – „das war auf jeden Fall überzeugend“, resümiert sie. Die heute 41-Jährige startete ihre berufliche Laufbahn in der Verwaltung der Justiz. Später wechselte sie in den SPD-Landesverband Niedersachsen. Kreutel war verantwortlich für Informationen über den eigenen Wahlkreis und die „Beobachtung der Gegenkandidaten“ für die Landtagswahl. Letztlich zog trotz allem das andere Lager ins Parlament ein.

Neuer Job mit Perspektive

Dagmar Kreutel arbeitete in der Folge bei der Region Hannover. Sie half ALG-II-Empfängern im Jobcenter bei der Leistungsberechnung. Sie selbst musste sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln. „Das bot keine Perspektive.“ Nach einer Zwischenstation bei einer Stadtverwaltung fand Kreutel in der Nähe ihres Heimatortes Bad Münder eine Einstellung als Verwaltungskraft eines Bauunternehmens. Sie alleine kümmert sich um das Büro – Zahlen, sagt sie, hatten den Chef bislang weniger interessiert.

Wir wurden jederzeit super betreut.

Mit großer Euphorie begann sie die Aufstiegsfortbildung zur Wirtschaftsfachwirtin IHK in Abendform. „Das wurde zwar mit der Zeit anstrengender, auch wegen der Doppelbelastung durch den Job, allerdings wurden wir jederzeit super betreut.“ Sie beanspruchte mithilfe des TA-Serviceteams das Meister-BAFöG und sparte damit nahezu die Hälfte der Lehrgangsgebühren. „Da wurde ich vorbildlich unterstützt – besser geht’s nicht.“ Es helfe ungemein, dass sich die Mitarbeiter kümmern, findet sie und verweist auch auf die Literaturbestellungen, die ihr von der TA-Fachbücherei abgenommen wurden.
Überzeugend fand die 41-Jährige die Unterrichtstechnik der Dozenten. Das habe sich insbesondere kurz vor der letzten Prüfung gezeigt, als die Gruppe für das einwöchige Repetitorium zusammenkam. Im Vollzeit-Unterricht frischten die Studierenden intensiv das erworbene Wissen der vergangenen zwölf Monate auf. „Am liebsten hätte ich den gesamten Lehrgang in Vollzeit absolviert, wenn ich dazu beruflich die Chance gehabt hätte. Dabei ist die Konzentration auf die Inhalte unglaublich groß.“

Fachlich und persönlich vorangekommen

Unter den angehenden Wirtschaftsfachwirten entstanden echte Freundschaften. „Es tut mir schon leid, einige nicht mehr sehen zu können“, sagt Kreutel. Die Teilnehmer waren im Alter von 22 bis 56 Jahren – eine interessante Zusammensetzung, findet die Absolventin. „Wir nutzen die Chance, voneinander zu lernen.“ Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich habe ihr der Lehrgang sehr viel gebracht: „Ich bin offener geworden und lese heute ganz anders Zeitung als vorher.“ Als Fachwirtin könne sie nun noch strukturierter arbeiten und das neue Know-how umsetzen. „Das wird auch unser Unternehmen weiterbringen.“