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Erfahrungen und persönliche Eindrücke
Portraits unserer Absolventen 2016

Aufstieg mit hohem Anspruch

Holger Vergöhl aus Lingen hat die Meisterschule des TA Bildungszentrum in Hameln besucht.
C Industrie & HandwerkK Juni 2016
Absolvent Holger Vergöhl Kurzporträt
Name:
Holger Vergöhl
Alter:
36
Wohnort:
Lingen
Erlernter Beruf:
Energieelektroniker Anlagentechnik
Arbeitgeber:
Sonac Lingen GmbH
Aufstiegsziel:
Holger Vergöhl bezeichnet sich als Quereinsteiger. Mit dem Abschluss zum Industriemeister Elektrotechnik IHK wird er auch zum Aufsteiger. Nach Jahren auf Montage und im Betrieb bekam er jetzt die höher angesiedelte Position – und mit seiner neuen Qualifikation fühlt er sich der Verantwortung gewachsen. „Ich wollte es für mich schaffen, es mir selbst und meinem Chef beweisen.“
Nach der Ausbildung zum Energieelektroniker Anlagentechnik war er viel auf Montage und installierte Rolltore. In seinem jetzigen Unternehmen, bei Sonac Lingen, arbeitete Holger Vergöhl seit 14 Jahren, zuletzt als Schichtleiter. Die Firma gehört zum nordamerikanischen Großkonzern Darling Ingredients, der unter anderem Schlachtabfälle recycelt. Als er schließlich die Stelle als Produktionsleiter angeboten bekam, wollte und musste Holger Vergöhl seine Fertigkeiten erweitern. In der Führungsposition komme es auf Fachliches, aber auch auf betriebswirtschaftliche Kenntnisse und vor allem auf Personalleitung an. „Ich wollte allerdings keine dreijährige Weiterbildung, sondern etwas Kompaktes.“
Unter vollen Bezügen von der Firma freigestellt, startete der 36-Jährige am TA Bildungszentrum in seine berufliche Zukunft. Die 16-wöchige Vollzeit-Meisterschule war die beste Option, sagt er. „Mich voll drauf konzentrieren, ganz oder gar nicht“, gab er als sein Motto aus. Mit Erfolg – von Anfang an passte es. „Es war zwar eine Masse an Stoff in kurzer Zeit, aber das wussten wir alle ja.“ Durch viele gute Dozenten, die sich in Absprache mit den Studierenden auch inhaltlich flexibel gezeigt hätten, sei alles zu bewältigen gewesen.

Es lohnt sich wirklich.

„Die langen Unterrichtstage waren eine Umstellung zum Berufsleben“, erinnert er sich an die Anfänge zurück. Er teilte sich den Lernstoff selber ein, nahm sich aber auch mal Auszeiten. In der Campus-WG hatte er seinen Rückzugsort, freie Lehrgangsräume samt Technik konnten zum Nacharbeiten genutzt werden. Gemeinsame Aktivitäten mit der Gruppe sorgten für Abwechslung. Es habe erlebt, wie fokussiert auch die Jüngeren im Lehrgang an ihrem Ziel gearbeitet hätten. „Eine bemerkenswerte Einstellung.“

Sein Ziel: Mit guten Ergebnissen abschließen

Der Ehrgeiz, nicht nur zu bestehen, sondern mit guten Ergebnissen abzuschließen, trieb auch Holger Vergöhl an. Einen gegenseitigen Lerneffekt habe der Austausch unter den Kommilitonen, vor allem mit seinem Studienkumpel David Böttger, gebracht. „Es anderen erklären, es selbst besser verstehen und es im Kopf behalten – das ist für alle ein gutes Training.“ Und so sei es dann auch stressfrei in die Prüfungen gegangen. Holger Vergöhl kann das praxisorientierte Studium am TA Bildungszentrum jedem weiterempfehlen, der mehr aus sich machen will ­– und bereit ist, seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen: „Es lohnt sich wirklich.“
 
Holger Vergöhl mit seinen Kommilitonen am TA Bildungszentrum.
Holger Vergöhl mit seinen Kommilitonen am TA Bildungszentrum.