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Karriere & Studium

04. Jul 2016
Karriere & Studium

Meister und Fachwirt – jährlich bis zu 9000 Euro mehr Gehalt

Industriemeister Metall IHK TA Bildungszentrum

Lohnt sich das überhaupt? Sind Zeit und Geld sinnvoll investiert? Was bringt es mir, noch einmal die Schulbank zu drücken? Fragen, über sich die wohl die meisten Berufstätigen irgendwann Gedanken machen. Eine aktuelle Studie eines großen Vergleichsportals bringt es jetzt auf den Punkt: Weiterbildungen zahlen sich in jedem Fall aus – finanziell und für die eigene Persönlichkeit.

Beispiel Automobilbranche: Ein ausgelernter Kfz-Mechatroniker verdient im Schnitt 28.909 Euro jährlich. Die Vergütung eines Handwerksmeisters im selben Bereich liegt in der Regel bei 37.965 Euro (ein Plus von 9000 Euro). In der Industrie ist der Erhebung zufolge ein Monatseinkommen von rund 3000 Euro brutto für ausgelernte Fachkräfte üblich. Das entspricht rund 36.200 Euro im Jahr. Ein Industriemeister verdient durchschnittlich etwa 7000 Euro mehr (43.264 Euro). Ähnliche Zahlen gelten für den Fachwirt.

Die Seite gehalt.de hat das Einkommen von fast 90.000 Personen verglichen, um die Gehaltsunterschiede von Beschäftigten mit und ohne Weiterbildungen zu errechnen. Dabei lag der Schwerpunkt auf Meistern und Fachwirten. Ein höher eingestufter Titel sei als langfristige Investition zu sehen, als „Eintrittskarte in attraktivere Positionen mit höheren Gehältern“, erklären die Macher der Studie. Zudem gewinne die Persönlichkeit, verbunden mit dem gesellschaftlichen Ansehen.

Was muss ich bezahlen? 4750 Euro kostet beispielsweise die Qualifikation zum Industriemeister Metall IHK am TA Bildungszentrum, IHK-Gebühren eingerechnet. Für die Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt IHK liegt die reine Lehrgangsgebühr bei 2975 Euro. Durch Meister-BAföG und KfW-Darlehen lassen sich in beiden Fällen die Gesamtkosten zurzeit um bis zu 48 Prozent drücken, mit dem neuen Aufstiegs-BAföG ab August dieses Jahres sogar um insgesamt 64 Prozent. Der Staat will mit diesem Zuschussprogramm dem Fachkräftemangel entgegenwirken – 1,7 Millionen Menschen haben davon bis heute Gebrauch gemacht.

Übrigens: Die Deutsche Handwerks-Zeitung weist in einem Bericht (03/2015) darauf hin, dass die Angst vor dem Durchfallen in der Prüfung in den meisten Fällen unbegründet ist. Voraussetzung sei – neben der Berufserfahrung – lediglich der Wille zur Weiterbildung, so das Fachmagazin.

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