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Erfahrungen und persönliche Eindrücke
Portraits unserer Absolventen 2015

Vollzeitstudium sichert ihm den Karriereplan

Marco Gerhards (22) absolviert am TA Bildungszentrum den Praxis-Studiengang Industriemeister Mechatronik IHK.
C Industrie & HandwerkK November 2015
Marco Gerhards, Absolvent Industriemeister Mechatronik am TA Bildungszentrum. Kurzporträt
Name:
Marco Gerhards
Alter:
22
Wohnort:
Jülich
Erlernter Beruf:
Mechatroniker
Arbeitgeber:
SIG Combibloc GmbH
Aufstiegsziel:
Für Marco Gerhards lief nicht alles nach Plan. Erst die Ausbildung zum Mechatroniker, dann die befristete Übernahme, anschließend direkt die Meisterschule. So war’s gedacht. Doch es kam anders. Besser. Zu verdanken hat er das zum einen seinem Ehrgeiz. Zum anderen seinem Arbeitgeber, der ihn voll unterstützt. Dass Gerhards jetzt vor dem Abschluss zum Industriemeister Mechatronik IHK​​ steht, geht allerdings auch auf das kompakte Studienmodell am TA Bildungszentrum zurück, das ihm die Aufstiegsfortbildung in nur 16 Wochen ermöglichte.
Der heute 22-Jährige war nach der Lehre bei der SIG Combibloc GmbH zunächst für ein Jahr angestellt worden. Das Unternehmen produziert in Linnich (Nordrhein-Westfalen) Packungsmaterial und Rohkarton für die Lebensmittelindustrie. Es ist der zweitgrößte Hersteller weltweit in diesem Segment, zählt an allen über den Globus verteilten Standorten insgesamt 5000 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 1,63 Mrd. Euro. Marco Gerhards war zuletzt im Kundendienst an der Entwicklung einer neuen Füllmaschine und deren Inbetriebnahme beim Abnehmer beteiligt. „Dabei mitzuwirken hat sehr viel Spaß gemacht.“ Gegen Ablauf seines Jahresvertrags bot ihm die Firma dann eine Festeinstellung an. „Da habe ich natürlich unterschrieben.“

Wir haben viel gelacht und Spaß gehabt
beim Lernen.

Doch wie ließ sich jetzt noch die Meisterausbildung realisieren? Schließlich war er 2014 Jahrgangsbester in der Mechatroniker-Ausbildung im Kreis Aachen. „Auch deshalb war ich so motiviert, mich noch weiterzubilden.“ Der junge Mann hörte sich um und fand, was er suchte: „Der zeitliche Aufwand für die Weiterbildung war am TA Bildungszentrum sehr überschaubar.“ Also bat er seinen Chef um Freigabe für 16 Wochen. Und der sagte zu, auch weil er nicht lange auf seine Fachkraft verzichten musste. „Weil die vier Monate eine Zeit sind, die sich überbrücken lässt.“ Gerhards baute währenddessen Überstunden ab und nutzte Bildungsurlaub, um sein Ziel zu erreichen – sein Gehalt bekam er weiterhin. „Für mich war klar, bei dieser Firma werde ich auch in Zukunft weitermachen.“

Unternehmen muss nicht lange auf ihn verzichten

Durch die Arbeit im technischen Service war der 22-Jährige immer schon viel unterwegs. „So war es kein Problem, sich auch in Hameln in der Gruppe schnell zu finden und kennenzulernen.“ Die Kommilitonen am TA Bildungszentrum kamen aus vielen Teilen Deutschlands. „Es war von Anfang an eine offene Atmosphäre, wir haben viel gelacht und Spaß gehabt beim Lernen.“ Daran änderte sich bis zum Schluss nichts, sagt er. „Ich war echt begeistert davon.“ Die angehenden Meister einte dasselbe Ziel. Getrieben wurden sie von einer hohen Motivation und dem großen Zusammenhalt. Wenn jemand mal ein bisschen durchhing, wurde er von den andern gestärkt. „Das ist etwas ganz anderes als in der Schule.“ Gepackt vom Ehrgeiz näherten sich die Mechatroniker-Meister ihrer Prüfung. Für Abwechslung sorgten gemeinsame Aktivitäten, mal ein abendlicher Ausflug in die Stadt, regelmäßig Fußball in der Halle.
 
Geplant wurden die Aktivitäten meist von Gerhards, der von den anderen auch zum Kurssprecher gewählt wurde. „Ich dachte mir, eine bessere Übung zur Personalführung gibt’s ja nicht“, sagt er lachend. „Das war eine coole Erfahrung.“ Die Organisation des Lehrgangs seitens der TA habe ihm sehr gefallen. Sehr strukturiert sei es gewesen. „Bei Fragen wurde sich sofort darum gekümmert, auch wenn es um die Wohnung ging.“ In Erinnerung werde ihm die optimale Betreuung durch die Studienplanung bleiben. „Wir haben alle gute Erfahrungen hier gemacht.“

Entspannt in die Prüfung gegangen

Ihre Erfahrungen – die hatten auch die Dozenten in den Unterricht einfließen lassen. Zahlreiche Praxis- und Anwendungsbeispiele hatten das Ganze sehr lebendig gemacht, findet Gerhards. „Ich war auch super auf die Prüfung vorbereitet, war eigentlich ganz entspannt.“
Wenn er demnächst ins Unternehmen zurückkehrt, kann der 22-Jährige viel neues Wissen vorweisen, wird einen Titel auf Bachelor-Niveau haben. Mehr noch: Vom intensiven Austausch mit den Kommilitonen wird er profitieren, aber auch seine Firma. „Es war einfach interessant zu hören, wie andere es machen, wie sie ihre Probleme lösen. Ich denke, auch das wird mich weiterbringen.“
 
Marco Gerhards, Absolvent Industriemeister Mechatronik am TA Bildungszentrum.
Absolvent Marco Gerhards (22) bei seiner Verabschiedung (l.) und beim Lernen mit den Kommilitonen am TA Bildungszentrum.