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Erfahrungen und persönliche Eindrücke
Porträts unserer Absolventen 2021
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Karriere mit Plan und aus eigener Kraft

Alexander Herwig, Absolvent am TA Bildungszentrum
C Industrie & HandwerkK Oktober 2021
Alexander-Herwig Kurzporträt
Name:
Alexander Herwig
Alter:
25
Wohnort:
Dingelstädt
Erlernter Beruf:
Elektroniker für Betriebstechnik
Berufstätigkeit:
Vorarbeiter
Arbeitgeber:
ante-holz GmbH
Aufstiegsziel:
Für Alexander Herwig war es eine prägende Zeit, die sein Leben verändert hat. Der Absolvent des Praxisstudiums Industriemeister Mechatronik IHK hat viel in seine Zukunft investiert – und damit alles richtig gemacht, sagt er. „Es rechnet sich jetzt schon.“ Ohne die Meisterausbildung wäre der Einstieg in seinen Traumberuf nicht möglich gewesen.
Technik war schon immer seine Leidenschaft. „Weil es mir einfach Spaß macht.“ Und so begann Alexander Herwig sein Berufsleben bei der Deuna Zement GmbH, einem großen Werk in seiner Thüringer Heimat. Er genoss eine „sehr gute Ausbildung“ zum Elektroniker für Betriebstechnik. Anschließend zog es ihn nach Duderstadt, wo er im Technischen Kundenservice eines Medizintechnik-Unternehmens arbeitete. Er wartete und reparierte mikroprozessgesteuerte Prothesen.
Währenddessen lernte Alexander das TA Bildungszentrum kennen, nahm in Göttingen am Zertifikatslehrgang Beauftragter für das Qualitätsmanagement IHK teil. „Ich hatte auch zwei andere Bildungsträger kennengelernt, aber nirgends war es so gut organisiert wie dort.“ Lange schon plante Alexander seine Karriere und überließ dabei nichts dem Zufall. „Es war mein innerer Wunsch, mich zum Meister weiterzubilden.“ Und nach dem QM-Lehrgang stand für ihn fest, dafür erneut das TA Bildungszentrum zu besuchen. Auf Unterstützung seines damaligen Arbeitgebers konnte er indes nicht bauen. Also sparte der heute 25-Jährige Geld, beantragte Aufstiegs-BAföG, kündigte seinen Job und schrieb sich für den Lehrgang in Hameln ein. „Darum war meine Motivation, den Abschluss zu schaffen, besonders groß.“
Und dann kam Corona. Von heute auf morgen war Präsenzunterricht nicht mehr möglich, die Studierenden durften nicht mehr in ihre Akademie. Hinter den Kulissen arbeitete das Team des TA Bildungszentrum fieberhaft an der Weiterführung des Betriebs – es galt, Zeitpläne einzuhalten, BAföG-Zuschüsse zu sichern, Karrieren zu retten. Und einen Tag später schon konnte das Studium im Online-Format weitergeführt werden. „Das war natürlich erstmal eine Umstellung“, erinnert sich Alexander, der froh war, dass es weiterging. Dafür zollt er auch den Dozenten großen Respekt. „Sie haben das prima gemacht.“

Die Dozenten haben das prima gemacht.

Alexanders Kommilitone, der mit ihm zusammen in Hameln in einer WG lebte, verlegte seinen Wohnsitz kurzerhand mit zu ihm nach Thüringen. „Wir haben uns immer wieder motiviert und das dann gemeinsam durchgezogen.“ Am Ende folgte für beide nicht nur der erfolgreiche Abschluss, sondern auch eine dicke Freundschaft. „Wir sind heute beste Kumpels.“

Auch persönlich ein Gewinn

Beruflich hat der Abschluss als Geprüfter Industriemeister Mechatronik ganz neue Perspektiven eröffnet. Alexander gönnte sich mehrere Vorstellungsgespräche und konnte sich am Ende den Wunsch-Arbeitgeber aussuchen: bei der ante-Gruppe in Rottleberode im Südharz, einem der größten Standorte der Holzindustrie. Hier hat der TA-Absolvent als Vorarbeiter in der Arbeitsvorbereitung eine Stelle inne, bei der er Projekte leiten und Personal führen wird. Später eröffnet sich ihm die Chance, Leiter der Instandhaltung zu werden. „Das alles wäre ohne den Meister nicht möglich gewesen.“
Der 25-Jährige will sich zukünftig auch als Prüfer bei der IHK in Erfurt engagieren. Das TA Bildungszentrum wird er in bester Erinnerung behalten, vor allem das kompakte Studienmodell in 16 Wochen. „Das werde ich immer wieder weiterempfehlen.“ Rückblickend sagt er – trotz Corona: „Es lief alles ziemlich gut.“