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Mit dem Fachwirt an die Hochschule

Jessica Kloos – Erfahrungsbericht Fachwirt IHK – TA Bildungszentrum
C Gesundheit & SozialwesenK Dezember 2017
Jessica Kloos Porträt Kurzporträt
Name:
Jessica Kloos
Alter:
24
Wohnort:
Stuttgart
Erlernter Beruf:
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Arbeitgeber:
Robert-Bosch-Krankenhaus
Aufstiegsziel:
Ein großes Ziel hat sich Jessica Kloos gesteckt: Die 24-Jährige möchte Wirtschaftspsychologie studieren. Um sich diesen Traum zu erfüllen, absolviert sie die Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK am TA Bildungszentrum in Hameln. Damit erwirbt die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin die Hochschulzugangsberechtigung. Das Konzept der TA hat sie überzeugt.
„Die Weiterbildung in nur elf Wochen machen zu können, ist unglaublich attraktiv“, findet Jessica Kloos. Durch das kompakte Vollzeit-Konzept am TA Bildungszentrum kann sich die Stuttgarterin ihren Traum vom Studium bereits im kommenden Jahr erfüllen und ab März berufsbegleitend Wirtschaftspsychologie studieren.
Jessica Kloos arbeitet im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, einem der Akademischen Lehrkrankenhäuser der Universität Tübingen. Rund 2.700 Mitarbeiter betreuen an drei Standorten jährlich 44.000 Patienten stationär. Dass sie für ihre Weiterbildung ins rund 500 Kilometer entfernte Hameln fahren muss, ist für Jessica Kloos kein Problem. Die gebürtige Schwäbin reist gerne, hat schon viel gesehen und einen Teil ihrer Berufsausbildung im Ausland absolviert. In der schwedischen Austausch-Klinik Aleris Specialistvård Bollnäs kam sie vor allem mit Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten in Kontakt und entdeckte so ihre Leidenschaft für die Notfallmedizin: „Der hohe technische Anspruch fasziniert mich.“

Abitur oder Weiterbildung im Pflegebereich?

Heute arbeitet die Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der internistischen Intensivstation – und obwohl sie ihren Beruf mit Begeisterung ausübt, will sie mehr: „Ich habe gemerkt, dass ich noch nicht da angekommen bin, wo ich hinwill.“
Auf der Suche nach Entwicklungsmöglichkeiten besucht sie ein paar Probevorlesungen im Studienfach Wirtschaftspsychologie – und weiß sofort: Das ist das Richtige für mich. Um die Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen, entscheidet sie sich für die Aufstiegsfortbildung Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK. „Im Gegensatz zum Abitur bilde ich mich dadurch branchenspezifisch weiter und kann mir einzelne Inhalte auf das Studium anrechnen lassen“, berichtet Jessica Kloos.

Es ist ein Privileg, so viel Neues lernen zu dürfen.

Den Praxis-Studiengang am TA Bildungszentrum zu machen, sei die absolut richtige Entscheidung gewesen. „Es ist ein Privileg, so viel Neues lernen zu dürfen.“ Die Befürchtung, der Lehrgang könne trocken oder zu theoretisch sein, hätten sich nicht bestätigt: „Der Unterricht ist viel interaktiver und abwechslungsreicher als ich dachte.“ Die Dozenten decken viele Fachbereiche ab, von Recht über Betriebswirtschaft bis hin zu Personalwesen. „Dadurch lernt man das Gesundheitswesen aus neuen Perspektiven kennen und bekommt ein besseres Verständnis für das große Ganze.“
Neue Perspektiven eröffnet auch der Austausch mit den anderen Studierenden, die aus nahezu allen Bereichen des Gesundheitswesens kommen: Krankenpfleger, Erzieher, Veterinärmediziner und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes lernen gemeinsam im Klassenverbund. Diesen Austausch fördert auch das Wohnkonzept am TA Bildungszentrum. „Ich kann jedem empfehlen, in eine TA-WG zu ziehen“, sagt Jessica Kloos. Dort wachse man noch stärker zusammen, könne leicht Kontakte knüpfen, miteinander lernen und voneinander profitieren.

Fachlich und persönlich weiterentwickelt

Dieser Zusammenhalt helfe dabei, das Pensum des Vollzeit-Lehrgangs zu bewältigen. „Man sollte sich bewusst sein, dass man viel tun muss. Ohne Eigeninitiative geht es nicht“, betont Jessica Kloos. Aber auch wenn die Umstellung vom Arbeitsalltag auf Ganztagsunterricht erstmal groß sei: Man gewöhne sich daran. Und so wachse man auch charakterlich. „Ich habe mich während der Zeit am TA Bildungszentrum nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickelt“, reflektiert Jessica Kloos.
Nach dem Lehrgang kehrt die Stuttgarterin erstmal an ihre Arbeitsstätte zurück – als „Springer“. Das bedeutet, sie wird dort eingesetzt, wo gerade Personal benötigt wird. Wie es nach dem Studium weitergehen soll, weiß die 24-Jährige auch schon. Am liebsten würde sie für eine Hilfsorganisation arbeiten. Der Marketingbereich reizt Jessica Kloos dabei besonders: „Ich würde Organisationen wie zum Beispiel Humedica, Save the Children Deutschland e.V. oder Transfair e.V. gerne präsenter machen, damit sie mehr gesehen werden und mehr Menschen in Not geholfen werden kann.“
 
Jessica Kloos
Jessica Kloos (24) will mit dem Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK an der Hochschule durchstarten.